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   MUSEEN - STIFTUNGEN   /  BASEL   



  AUSSTELLUNGEN - EXPOSITIONS - EXHIBITIONS  

Museum Tinguely   /  Basel   Ausstellung : 19 septembre 2008 – 1 février 2009

La Donation Aeppli
Paul Sacher-Anlage 1
Case postale 3255 - 4002 Bâle
Tél.: +41 (0)61 681 93 20 - Fax: +41 (0)61 681 93 21
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Die Schenkung von Christoph Aeppli, dem Bruder der Künstlerin und ersten Frau Jean Tinguelys, Eva Aeppli, umfasst alle 43 Bronze-Köpfe aus dem Spätwerk seiner Schwester. Diese erstmalige Präsentation aller Bronze-Köpfe von Eva Aeppli bildet das Zentrum der Ausstellung.
Ebenfalls Teil der Schenkung sind zwei frühe Gemälde und eine kleine Nana-Skulptur von Niki de Saint Phalle sowie von Jean Tinguely ein bedeutendes Méta-mechanisches Relief aus dem Jahre 1959. Dazu kommt ein Konvolut von Briefzeichnungen von Eva Aeppli, von Dokumenten und Katalogen, die das Leben und das Werk der Künstlerin dokumentieren.

Eva Aeppli geht es in ihrer Kunst sehr stark um das Antlitz, um dasjenige, was man aus Gesichtszügen lesen kann. Ihre Portraits sind so erschreckend genau, dass es in unserer Zeit keine Entsprechung für sie gibt. (Pontus Hultén, Eva Aeppli, Ausst. Kat. Bonn, 1994)

In den ersten Werkphasen ihrer Künstlerkarriere widmete sich Eva Aeppli der Zeichnung und dem Gemälde und erst später wandte sie sich an die dritte Dimension in der Kunst, nachdem sie bereits in den Vierziger und Fünfziger Jahren den Unterhalt der Familie dank der Produktion und dem Verkauf von kleinen Stoffpuppen gesichert hatte. Dieser Schritt zur Schöpfung der Stofffiguren zeugt von vollständiger Unabhängigkeit, von ihrer Fantasie und von einer beeindruckenden schöpferischen Kraft. Die einzelnen Figuren, die von ausdrucksstarken Köpfen und langen, fast skelettartigen Händen geprägt sind, und deren Körper meist unter langen wallenden Gewändern verschwinden, führen Themata der früheren Werkteile fort: Traurigkeit, Einsamkeit, Tod, und zeigen nur ganz selten heitere Gestalten. Mit den Figurengruppen tönt Eva Aeppli auch den Aufbruch in neue Dimensionen an; z.B. das Werk La Table – eine Dauerleihgabe aus dem Moderna Museet, Stockholm – ist gewiss die Umsetzung der Szene aus dem Neuen Testament.
In den späten Siebziger Jahren verschwanden die Körper der Figuren und die Hände wurden einzeln verschenkt. Es entstanden die Köpfe, zunächst fein in Seide genäht, dann später gegossen, in Bronze und patiniert, ja sogar vergoldet. Nebst Einzelköpfen wie La Petite Marie oder De L’Autre Côté/Avant waren es nun Zyklen wie die «Menschlichen Schwächen», die «Planeten», die «Sternzeiche ». Das Überirdische fand nun Form in diesen Köpfen, die wohl als 'Charakterköpfe' in jeder Beziehung zu bezeichnen sind. Jede Portraithaftigkeit geht ihnen ab, sie sind nicht so sehr Abbild eines irdischen als vielmehr eines astrologischen Seins.
Eva Aeppli, die sich seit langer Zeit mit Astrologie und Horoskopen beschäftigt, gibt den Planeten und den Sternzeichen ebenso kräftige Charaktere und Wesenszüge, wie sie die menschlichen Schwächen zu beschreiben vermag.


Museum Tinguely   /  Basel   Ausstellung : 22. Oktober 2008 – 18. Januar 2009

Mattomatt
Schachobjekte von Jürg Hassler
Openings hours: view the Internet site of the Museum
Paul Sacher-Anlage 1
Case postale 3255 - 4002 Bâle
Tél.: +41 (0)61 681 93 20 - Fax: +41 (0)61 681 93 21
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Über die Entstehung des Schachspiels bestehen unterschiedliche Auffassungen. Als Ursprungsländer werden vor allem Indien, Persien und China genannt, und der Zeitraum der vermuteten Entstehung schwankt zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert. So enthält das komplexe Spiel Elemente aus verschiedenen Kulturen, Sprachen und Zeiten. Im 15. Jahrhundert veränderten sich die Spielregeln einschneidend, so dass seither vom modernen Schach, wie es heute gespielt wird, gesprochen werden kann.

Jürg Hassler entwickelt neue Schachspiele mit der Betonung auf das Spiel und die Spielfreude, ohne Zwang, etwas beweisen zu müssen, ohne Zwang, gewinnen zu müssen, sondern um immer neue Formen der Kontrastdialektik zu erfinden, mit einem eindeutigen Vorrang der Form über die Farbe. Das Element der Bewegung – definitorisch für seine Tätigkeit im Bereich des Films – ist in seine Werke integriert in der Form von Schachregeln, die plastische Veränderungen bewirken.

Trotz einiger Neuerungen sind die Grundbegebenheiten des Schachspiels die gleichen geblieben wie vor Jahrhunderten: ein Koordinatennetz für die strategische Bewegung von Figuren: Fusssoldaten, Kampfelefanten, Meldeläufer, Kavallerie – ein Spiel mit endlosen Möglichkeiten.
In realen Schlachtsituationen standen die Feldherren in relativer Sicherheit hinter dem Gemetzel. So beginnt Hassler, aus dem Brett ein Terrain mit einem oder zwei Hügeln oder einem Fluss zu formen. Bald ersetzt er die starren Farbunterscheidungen auf dem Brett zugunsten anderer formaler Unterschiede, so dass das Koordinatennetz am Ende auf dem Brett ganz verschwindet. Die Figuren oder Spieler müssen sich anders orientieren. Dieser Schritt hat zu Folge, dass die zum Teil verloren auf ihrem Feld stehenden Schachfiguren jetzt selbst Teil des Orientierungssystems werden, indem sie selbst die Form eines einzelnen Feldes oder Teil eines Feldes annehmen.

Die Lust nach Verwirrung wird immer grösser, und trotzdem muss jedes Werk spielbar sein. Zeit spielt keine Rolle. In neueren Werken sind die Spieler immer mehr aufgefordert, gemeinsam das Terrain zu gestalten und während des Spiels die Figuren auf ihren Feldern so hinzustellen, dass es eine „schöne“ Anordnung wird, d.h. der Spielverstand und die Schachregeln schaffen einen chaotischen Zufall in der formalen Konstellation, die von den Spielern nach ästhetischen Prinzipien in einem relativ engen Spielraum korrigiert werden kann. Interessant bleibt das stets neue Wechselspiel zwischen scheinbarem Chaos und Ordnung, zwischen Form und Unform, wo ein immer wieder anderer, leicht „verrückter“ Blick genügt, um neu zu sehen. Dieses mehrdimensionale Überschreiten der Vorstellungskraft, um aus veränderbaren Schachobjekten eine Landschaft oder eine architektonische Komposition zu bilden, verlangt Beweglichkeit und Frische des Denkens. Und es erzeugt Freude am Spiel, was das eigentliche Ziel Jürg Hasslers ist: Das eingesperrte Spiel aus seinen starren Konventionen zu befreien.


Museum der Kulturen   /  Basel   Ausstellung : 31.08.2007 - 31.08.2008

Hot on the trail of a color
Öffnungszeiten : Befragen Sie die Internet-Adresse des Museums
Augustinergasse 2 - 4001 Basel
Tel. 061 266 55 00 - Fax 061 266 56 05
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Throbbing hearts and alpenglow: the Museum der Kulturen is turning «Red». Join the museum on a journey around the world on the trail of a fascinating colour. It doesn't stop at life and death: you'll meet ancestors and experience dazzling worlds of belief. A walk across the international parquet reveals: Red makes people powerful; this colour is a protagonist in its own right.

A visit to Switzerland's largest ethnographic museum takes you to the scenes where Red exerts its power. On 1500 square metres of exhibition space a spectacle in Red awaits you with around 300 unique objects from all parts of the world. The art gallery «Red, hot & cool» presents a platform for Singapore contemporary artist Kumari Nahappan. And, if this hasn't made you blush yet, a visit to the museum shop with its tempting assortment of merchandise in Red certainly will.


Kunstmuseum / Basel   Ausstellung : 7. September 2008 - 4. Januar 2009

Die Magie der Dinge
Stilllebenmalerei 1500-1800
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 17.00 Uhr Montag geschlossen
Hodlerstrasse 12 -- 3000 Bern 7
Tel +41 31 328 09 44 --Fax +41 31 328 09 55

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Stillleben faszinieren durch den nahsichtigen Blick auf einige wenige, oft gleich bleibende Objekte, die mit höchster malerischer Raffinesse wiedergegeben werden. Gerade in der hierarchisch einst als niedrig eingestuften Gattung des Stilllebens mussten sich die spezifischen Fähigkeiten des Malers zeigen, beruhten Reiz und Wert eines Werkes entscheidend auf der Komposition, der sinnreichen Zusammenstellung der Gegenstände und dem gekonnten Pinselstrich. Indes ist das Stillleben der frühen Neuzeit keine blosse Stilübung. Vielmehr vermittelt es Inhalte, oft moralische Lehren, und soll zur Reflexion anregen. Die zahlreichen Vanitas-Stillleben etwa verweisen auf die Vergänglichkeit alles Irdischen, wobei dieser allgemeine Gedanke im Einzelwerk durch die spezifische Auswahl der jeweiligen Objekte modifiziert wird.

In der europäischen Kunst blickt das Stillleben auf eine ungefähr fünf Jahrhunderte andauernde, ausserordentlich vielfältige Geschichte zurück. Sie führt von den Anfängen im späten Mittelalter zur grossen Blütezeit im 17. Jahrhundert, als insbesondere in den Niederlanden ein quantitativ wie qualitativ erstaunliches Niveau erreicht wird, und weiter zu einem neuen, kraftvollen Aufleben in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung des Kunstmuseums zeichnet die Entwicklungen und Spielarten der Stilllebenmalerei in den nördlichen und südlichen Niederlanden sowie in Deutschland von den Vorstufen im späten 15. Jahrhundert bis in die Zeit um 1760 nach


Kunstmuseum / Basel   Ausstellung : 27. September 2008 - 18. Januar 2009

Les Yeux enchantés
Zeichnungen und Druckgrafik des Surrealismus
Kuratorin: Anita Haldemann
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 17.00 Uhr Montag geschlossen
Hodlerstrasse 12 -- 3000 Bern 7
Tel +41 31 328 09 44 --Fax +41 31 328 09 55

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Der Surrealismus war ursprünglich eine literarische Bewegung, was Max Morise veranlasste, in der ersten Nummer der Zeitschrift La Révolution Surréaliste vom 1. Dezember 1924 unter dem Titel „Les yeux enchantés“ gegen die surrealistische Bildkunst zu polemisieren. Doch nur ein Jahr später setzte sich André Bretons Auffassung durch, wonach Malerei und Zeichnung eine wichtige Rolle im Surrealismus zukomme. Anhand einer illustren Künstlerschar wird in dieser Ausstellung untersucht, welche graphischen Techniken und künstlerischen Strategien die Surrealisten entwickelten, um der Traumwelt und dem Unbewussten eine visuelle Ausdrucksform zu geben. Erstmals werden im Rahmen dieses Projektes Bestände des Kupferstichkabinetts unter dem Gesichtspunkt des Surrealismus befragt und wissenschaftlich aufgearbeitet. Vertreten sind unter anderen: Otto Abt, Hans Arp, Serge Brignoni, Max Ernst, Alberto Giacometti, Meret Oppenheim, Joan Miró, Francis Picabia, Man Ray und Walter Kurt Wiemken.

Kunstmuseum Grafikkabinette/ Basel   Ausstellung : 16. August 2008 - 30. November 2008

Caspar Wolf
Vues Remarquables des Montagnes de la Suisse
Kuratorin: Gudula Metze
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 17.00 Uhr Montag geschlossen
Hodlerstrasse 12 -- 3000 Bern 7
Tel +41 31 328 09 44 --Fax +41 31 328 09 55

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Im Werk von Caspar Wolf (1735 Muri/AG – 1783 Heidelberg), einem der bedeutendsten Schweizer Künstler der Vorromantik, spielt das alpine Hochgebirge die tragende Rolle. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Künstlers zum Pionier der Alpendarstellung war die Begegnung mit dem geologisch interessierten Berner Verleger Abraham Wagner, der Kontakte zu namhaften Naturforschern pflegte. Für sein ehrgeiziges Projekt, gleichsam eine bildliche Bestandsaufnahme der Schweizer Bergwelt zu erstellen, hatte er in Wolf einen kongenialen Partner gefunden. Um 1773/74 brachen Wagner und Wolf erstmals zu einer Expedition ins Hochgebirge auf, wo der Künstler Bergmassive, Höhlen, Gletscher, Wasserfälle und weitere Landschaftselemente skizzierte. An späteren Touren beteiligten sich auch Wissenschaftler, die Wolfs Blick für geologische Zusammenhänge schärften. So begnügte sich der Maler bei den Studienreisen in das unwegsame Terrain keineswegs mit der genauesten Wiedergabe seiner Motive, vielmehr durchdrang er die Naturschönheiten mit dem Blick des Forschers. Auf der Basis der vor Ort angefertigten Skizzen entstanden zahlreiche Gemälde. Letztere dienten als Vorlagen für mehrere, zum Teil aufwendig in Farbaquatintatechnik ausgeführte Stichfolgen. Drei dieser Mappenwerke durfte das Kupferstichkabinett 2007 als Geschenk von Regula Suter-Raeber und Ulrich Raeber entgegennehmen. Ergänzt durch Zeichnungen Wolfs aus den Beständen des Kupferstichkabinetts werden die Portfolios in den Grafikkabinetten im ersten Stock des Kunstmuseums präsentiert.

Museum für Gegenwartskunst / Basel   Ausstellung : 24. Oktober 2008 - 1. März 2009


Fokus: Hannah Villiger
Kuratorin: Nikola Dietrich
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 17.00 Uhr Montag geschlossen
Hodlerstrasse 12 -- 3000 Bern 7
Tel +41 31 328 09 44 --Fax +41 31 328 09 55

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Hannah Villiger bezeichnete sich zeitlebens als Bildhauerin und arbeitete bis zu den späten 70er Jahren an plastischen Werken. Ab 1980 zentrierten sich ihre Arbeiten fast ausschliesslich um das Medium der Fotografie. Mit der Polaroidkamera fotografierte sie fortlaufend sich selbst; die Kamera dabei mal ganz dicht am meist nackten Körper entlang tastend, mal nur so weit entfernt, wie es ihr ausgestreckter Arm zulässt. Auf diese Weise entstanden fragmentarische Bildausschnitte von einzelnen, ineinander verschränkten Körperteilen, die gedreht, gespiegelt und um ein mehrfaches vergrössert als Farbfotografien auf dünne Aluminiumplatten aufgezogen wurden. Überbelichtete, unscharfe oder im extremen Hell- Dunkelkontrast oder mit starken Farbkontrasten aufgenommene Abbildungen führten bisweilen zu einem hohen Grad an Abstraktion, ebenso wie der Akt des Wendens und der Anordnung einzelner Fotografien nebeneinander oder zu einem mehrteiligen Bildblock. Motive ungewöhnlicher Bildperspektiven stossen aufeinander, denen im Zusammenspiel eine Schwerelosigkeit anhaftet, die der Idee eines Bildes von sich selbst entsprach. Bewusst werden Aufnahmen des ganzen Körpers oder ihres Gesichtes vermieden, um befreit von jeglichen konkreten narrativen Zusammenhängen oder gesellschaftlich auferlegten Zwängen, eine Atmosphäre zwischen intimer Beobachtung und objektiver Erfassung zu schaffen.

In der Ausstellung werden nahezu sämtliche fotografischen Bestände der Öffentlichen Kunstsammlung, der Emanuel Hoffmann-Stiftung, dem Kunstkredit Basel und der Kunsthalle Basel sowie einige Arbeiten aus ihrem Nachlass gezeigt.

Wir freuen uns, mit Hannah Villiger eine der bedeutendsten Schweizer Künstlerinnen präsentieren zu können, die 1997 viel zu früh im Alter von nur 45 Jahren starb. Sie studierte an der Schule für Gestaltung in Luzern und liess sich 1977 in Basel nieder, wo sie durch spektakuläre Ausstellungen wie Neid (Kunsthalle Basel, 1985) und Skulptural (Museum für Gegenwartskunst, 1988/89) auf sich aufmerksam machte. Internationale Anerkennung erhielt sie spätestens durch den gemeinsamen Beitrag mit Pipilotti Rist zur São Paulo Biennale von 1994. In den Jahren nach ihrem Tod widmeten ihr u.a. die Kunsthalle Basel, das Kunstmuseum Bonn, die NGBK in Berlin, und im letzten Jahr das Musée d'art moderne et contemporain in Genf umfassende Präsentationen ihres einzigartigen Werkes.


Museum für Gegenwartskunst / Basel   Ausstellung : 1. November 2008 - 1. Februar 2009


Corsin Fontana
Kurator: Christian Müller
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 17.00 Uhr Montag geschlossen
Hodlerstrasse 12 -- 3000 Bern 7
Tel +41 31 328 09 44 --Fax +41 31 328 09 55

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Corsin Fontana, geboren in Chur, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Basel.

In der Ausstellung werden Arbeiten auf Papier gezeigt, genauer gesagt, vier Werkgruppen, welche im Jahr 2007 und kurz davor entstanden. In ihnen gelangt der Künstler, nach den auf einfachen geometrischen Formen basierenden Kreis- und Ovalkonstellationen der 90er Jahre, zu einer radikaleren Formensprache, nämlich ausschliesslich die der horizontalen und vertikalen Linie, welche er in ihrer Vielfalt und Variationsmöglichkeit auslotet. So werden, einer verschlüsselten Schrift vergleichbar, vorwiegend horizontale Linien in rhythmisierten Abständen und unterschiedlicher Länge auf das Papier gesetzt oder vertikale Linien von Blatt zu Blatt in vielfältiger Form zusammenstellt und wie ein Mäander miteinander verknüpft. In den grossformatigen, farbigen Ölkreidezeichnungen, die zuletzt entstanden, treten die Linien fast wie Pinselstriche materiell und reliefhaft hervor und verdichten sich zu einer nahezu geschlossenen Oberfläche. Der helle Ton des Papiers oder darunter liegende Farbschichten wirken wie Licht, das durch die schmalen, bisweilen wie Ritzen erscheinenden Zwischenräume hindurch dringt.


Emanuel Hoffmann Foundation / Münchenstein   Ausstellung : 04. 04. 04.10.2009

Holbein bis Tillmans
Schaulager : Ruchfeldstrasse 19 - 4142 Münchenstein
Phone +41 61 335 32 32   Fax +41 61 335 32 30

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