Geboren wurde Heinrich Moser am 12. Dezember 1805 als neuntes Kind des Stadtuhrenmachers Erhard Moser und der Anna Dorothea, geborene Müller. Seine Kinderjahre verlebte er in unruhigen Zeiten. Noch wirkten sich die Ereignisse rund um die Auflösung der Alten Eidgenossenschaft und der Errichtung der zentralistischen Helvetischen Republik auf den städtischen Alltag aus. Nach der Elementarschule besuchte er während zweier Jahre die Realabteilung des Gymnasiums und trat dann bei seinem Vater eine 31⁄2-jährige Lehrzeit als Uhrenmacher an.Wie es damals für einen Handwerker üblich war, begab er sich im August 1824 auf Wanderschaft. Eigentlich war Italien sein Ziel, doch Freunde hatten ihm die Zentren der Uhrmacherei im Neuenburgischen empfohlen. Unermüdlich betrieb er in Le Locle seine Weiterbildung und arbeitete oft bis 17 Stunden täglich. Seine kaufmännische Begabung liess ihn kleine Handelsgeschäfte tätigen und so «die Mysterien des Uhrenhandels» erfahren.
Im Herbst 1827 war der erst 22-jährige Moser entschlossen, nach St. Petersburg zu reisen. Frühere Plane, die nach Italien, Frankreich und England deuteten, gab er auf. 1831 vermählte er sich mit Charlotte Mayu, der Tochter eines aus Holland nach St. Petersburg eingewanderten Mechanikers und jüngster Schwester eines seiner Geschäftsfreunde. Anlässlich eines Aufenthaltes in Le Locle (1834) stellte Heinrich Moser seine Gemahlin mit sichtlichem Stolz seinen Verwandten in Schaffhausen vor.
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