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| david smythcontemporary | DIE TOTALITÄT DER MODERNE MARC LE BOT | ||
Das gerade zu Ende gegangene Jahrhundert war reich an künstlerischen Errungenschafte n, vor allem auf Grund des Bruchs der bildenden Kunst mit klassischen Traditionen. Die neue Kunst hat ihre Funktionen jenseits des klassischen Rahmens der Kunst im sozialen, geistigen und persönlichen Kontext des modernen Menschen kontinuierlich hinterfragt. Es handelt sich um vielfältige Fragen, die trotz mancher dogmatischer Antworten weitgehend offen bleiben müssen, wobei diese "moderne" Kunst blüht und gedeiht. Einige Künstler sind zu dem Schluß gekommen, dass die Kunst der Gegenwart in einer Sackgasse ingelangt sei, so dass sie gezwungen seien, mit Wut oder gar Zerstörung zu reagieren oder eine nihilistische Position einzunehmen. In diesem Zusammenhang folgen die Arbeiten von David Smyth einem exemplarischen Verhaltensmuster. Weit davon entfernt, dogmatisch zu sein und sich vom Nihilismus verführen zu lassen, sind sie ein Beweis, dass er sich der an die Kunst gestellten Fragen durchaus bewusst ist, ja, mehr als das: Er hat genaue Kenntnis von den "Mitteln", die der zeitgenössischen Kunst zur Verfügung stehen und für ihre Weiterentwicklung notwendig sind. Diese Mittel sind verschieden. In David Smyths Bildern spielt jedes dieser Mittel frei und sogar ein wenig frech seine eigene Rolle, und eines nach dem anderen tritt keck ins Rampenlicht. Konfrontiert mit den |
explosiven Kräften, die hier zutage kommen, möchte der Künstler dein Ganzen eine gewisse Ordnung geben. Er ist lebendig, aber niemals chaotisch. Seine Arbeiten sind von einer Dynamik durchdrungen, die umso bemerkenswerter ist, als der Künstler jedes rigide System vermeidet. In Summe sind seine Arbeiten Zeugen unserer Werwirrung, aber auch unserer Klarsicht dessen, worum es heute in der Kunst und in der Kunstkritik geht. Das worüber hier nachgedacht wird, sind die praktischen Bedingungen, unter denen sich das Schicksal der modernen Kunst vollzieht. FIGUREN UND HINTERGRÜNDE In den Bildern erkennen wir normalerweise Figuren, die sich von einem Hintergrund abheben. Wir sehen Personen vor einer Architektur oder in einer Landschaft. Wir verschaffen uns eine Gesamtsicht von diesen beiden miteinander verbundenen Elementen. Aus Liebe zur Kunst können wir unsere Aufmerksamkeit aber auch bald auf den einen, bald auf den anderen Begriff richten. Bei David Smyths, Bildern lenkt eine eigenartige Kraft unsere Aufmerksamkeit zuerst auf den Hintergrund. Manchmal ist diese Anziehungskraft so groß, dass wir uns fragen, ob der Maler nicht, solange er das Bild malte, im Banne der rohen Leinwand stand, dieser Leinwand, die er nach und nach mit Farbe bedeckte. Diesen Eindruck haben wir, wenn wir vor "Venice" (1994) stehen, wo Blautöne verschiedener Intensität großzügig über die Fläche verteilt wurden. Blau ist die dominante Farbe, wenn sie auch manchmal von Grün- und Ockertönen unterbrochen wird; oder ist es umgekehrt? In "Fractures" | ||
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