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| david smythcontemporary | |||
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(1994) verwendet er eine ähnliche Technik und
erzeugt einen äußerst eindrucksvollen Effekt.
Dennoch drängen sich hin und wieder Formen mit
Konturen vor die Hintergründe, die wiederum
relativ formlos erscheinen, da die Farbrinder eher
vage sind. Dieses Zusammenspiel von Form und Formlosigkeit wie im Urzustand ist das Um und Auf der Malerei und vielleicht die Matrix aller Bildversuche seit den Fresken des Paläolithikums. Das Oeuvre des David Smyth erinnert uns mit Macht an diesen Ursprung, weil es uns diese Konfrontation ohne Umschweife vor Augen führt. Die Formen, die wir in "Venice" finden, sind nicht eindeutig identifizierbar. Die Gegenüberstellung von Form und Formlosigkeit gibt uns auf abstrakte Weise, könnte man sagen, etwas zu denken auf. Sie ist wie ein Duell, in dem der eine Part nicht ohne den anderen sein kann. Sie sind miteinander verbunden und voneinander abhängig. Heute könnte man sagen, dass David Smyth einer jener Künstler ist, der Leonardo da Vincis Äusserung gegenüber einem jungen Kollegen, sich von der Betrachtung einer alten Wand inspirieren und seine Fantasie von einer formlosen Fläche anregen zu lassen, neu interpretiert. Da Vinci hat dem jungen Maler geraten: "Wenn du fleckige Wände oder Wände aus verschiedenen Steinen betrachtest und du dir dann irgendeine Szene ausdenkst, wirst du Landschaften sehen mit Bergen, Flüssen, Felsen, Bäumen, Ebenen, großen Tälern und Hügelgruppen. Du wirst Schlachten entdecken und Figuren, die sich schnell bewegen, eigenartige Gesichter und Blicke, exotische Kleidung und eine unendliche Vielfalt an Dingen, welchen du ganz bestimmte Formen zuordnen wirst." (Carnets 11, S. 207) |
EINE VORLIEBE
FÜR
BESTIMMTE
DINGE
David Smyth findet keine Landschaften,
Schlachten oder fremde exotische Figuren auf
seinen "formlosen" Hintergründen.Was er sieht,
ist mit unserem täglichen, modernen Leben
verbunden. Unter Verwendung von Collagen
macht er Dinge für uns sichtbar, die uns selbst
immer wieder begegnen. In "Fractures" begegnen
wir einem Gesicht, machen wir einen Frauenkörper
aus oder versuchen wir, die Wörter der
Werbetafeln zu entziffern, die irgendwo abgerissen
wurden. Unser Gesichtssinn und unser Gedächtnis
appellieren an die Kräfte unserer Wahrnehmung,
was auch notwendig ist, wenn wir mit einer
zersplitterten Welt konfrontiert sind. | ||
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